Biographie
Richard Anderson erhielt 1975 den Doktor der Musik für
Orgelspiel ("Doctor of Musical Arts in Organ Performance") von der University of
Michigan, USA. Danach hatte er fünf Jahre die Stelle eines
Assistant Professor of Music am Bennett College, Greensboro, North Carolina,
inne. Zwei seiner Studenten haben den ersten Preis bei internationalen
Orgelwettbewerben gewonnen. Richard Anderson war auch als Organist und
Chorleiter an verschiedenen Kirchen in den USA und in Großbritannien tätig.
Er trat in beiden Ländern oft als Orgelsolist auf. 1982 auf dem Petworth
Festival hat er als Solist zusammen mit dem Monteverdi Orchestra unter der
Leitung von John Eliot Gardiner ein Händel Konzert für Orgel aufgeführt.
Ebenfalls in England dirigierte er Figaros Hochzeit, Die lustige Witwe, Faust, Thaïs von Massenet und das Prima Chamber Orchestra und gab zahlreiche Klavier- und Orgelkonzerte als Solist und als Begleiter anderer Musiksolisten.
Im Jahre 2000 hat Dr. Anderson in Berlin Die Bettleroper von Gay und Erwin und Elmire von Anna Amalia, Herzogin zu Sachsen-Weimar-Eisenach, (Erstaufführung in Berlin) und in den Jahren 2001 und 2002 Die Schöne und das Biest (Schambach) auf Tournee in Deutschland und Österreich dirigiert. Im Jahre 2000 war er auch auf einer Konzertreise in Japan.
Dr. Anderson war 2002 - 2003 Kapellmeister und Korrepetitor am Theater Görlitz, wo er Pimpinone (Telemann) dirigiert hat und ein Programm von Poulencs Die menschliche Stimme (La voix humaine) und Schumanns Frauenliebe und Leben geleitet hat. Jens Daniel Schubert hat am 22.4.2003 in der Sächsische Zeitung geschrieben: „Der gewaltige musikalische Bogen vom empfindsamen Lied bis zur expressiven Eindringlichkeit wird von Richard Anderson und der Sopranistin hervorragend bewältigt. Lang anhaltender Beifall für alle Beteiligten.“
Im Jahre 2004 hat Dr. Anderson in Berlin ein Wagnerkonzert mit Szenen aus Die Walküre und Götterdämmerung geleitet.
Die Zeitung, Midi Libre, Frankreich, schrieb am 1. August 2005 über ein Konzert auf dem Festival, Les Vendredis classiques de Caunes: „Richard Anderson ist unter den größten Musikern des 21. Jahrhunderts“.
Mit seinem Konzept von „Minimal Theater” begeisterte Richard Anderson (und Sänger aus Berlin) das Publikum in Mexiko (2006) und in Südfrankreich (2007) mit den beliebtesten Operettenmelodien. 2009 wird er wieder in Südfrankreich auftreten, diesmal mit Szenen aus italienischen Opern.
Im März 2009 leitet er an der Alten Oper, Erfurt das Orchester Franz’L aus Weimar in einem Operettenkonzert.
Zurzeit lebt Dr. Anderson in Berlin.